Von Julia Keck |

In einem letzten Aufeinandertreffen am 08.12, zwischen den Finalisten des Roborace 2023 an der Universität Stuttgart, konnte jede einzelne Sekunde und jeder kleinste Fehler an Bau und Programmierung über Sieg oder Niederlage entscheiden. Einer Siegerehrung waren wir uns schon sicher gewesen und dennoch hatten wir das wichtigste Ziel noch nicht erreicht. Gespannt sahen alle zu, wie der Roboter des FLG-Teams auf die Startbahn gelegt wurde und warteten, welches Ergebnis die Maschine einfahren würde.

Die kybernetische Aufgabe, die die Teams am 27.10 gestellt bekommen haben und sich am Plantooning orientierte, war mehr als schwierig für alle Teams gewesen: Ein Roboter soll in eine Kreisbahn auffahren und mit einem vorgegebenen Abstand hinter einem anderen Fahrzeug fahren. Wenn eine gewisse Zeit befahren worden ist, soll der Roboter die Kreisbahn verlassen und auf ein Zielparkplatz zusteuern.

Mit wenig Zeit und doch hoher Motivation stellten sich die zwei Teams des FLGs jener schwierigen Aufgabe, an der sie sich schon am 10.11 in der Qualifikationsrunde beweisen mussten und auch meisterten. Wissend, dass am 01.12 die Vorrunde für das Finale stattfand, hatten sie keine andere Wahl, als alles zu optimieren und zu verbessern, was nur möglich war.

Denn unsere Gegenspieler ruhten nicht und auch sie hatten den Sieg vor Augen gehabt. Diesem schwierigen Druck konnte leider nur eines der zwei Teams standhalten, dessen Roboter fast mit Leichtigkeit die Aufgabe mit Bravour meisterte. Auch wenn nur noch ein Team im Rennen gewesen war, war dies ein Grund zum Feiern und dieses wurde mit einem gemeinsamen Mahl am Dönerstand gewürdigt. Der finale Kampf stand vor der Tür. Bereit, alles zu geben, gingen die Schüler in die Universität und betrachteten den Ort, wo sich alles entscheiden würde. Und in genau jenem Moment, begann unser Champion unerklärliche Probleme zu bereiten. Einmal bewegte er sich, dann wieder nicht und genau im wichtigsten aller Momente auf der Kreisbahn, mussten wir uns geschlagen geben.

Trotz des unerfreulichen Endes, wurde das Team in Finale mit dem vierten Platz belohnt, während das andere Team den Preis für den schönsten Roboter erhielt.

Doch eines sind wir uns sicher: Beim nächsten Mal werden wir noch mehr erreichen!

P. Krug, Roboter AG
P. Krug