In der letzten vollständigen Woche des Schuljahres 24/25 ging es für 12 Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 und der J1 in Begleitung von Frau Fichter und Herrn Teufel für 8 Tage zur Communauté de Taizé im gleichnamigen Dorf im Herzen Frankreichs. Am 19.07.2025 fuhren wir gegen 11:30 Uhr mit dem Bus von der Wendeplatte beim FLG los. Nach mehreren Zwischenstopps in verschiedenen Städten Baden-Württembergs, um weitere Mitfahrer abzuholen, ging es – abgesehen von regelmäßigen Pausen – ohne Umwege direkt in Richtung der nur knapp 200 Einwohner zählenden Gemeinde im zentralwestlichen Frankreich. Die durch Verkehrsprobleme unerwartet späte Ankunft zwang uns zwar dazu, die Zelte im Dunkeln aufzubauen, doch das bereitete keine Schwierigkeiten. Nach einem “Erholungstag” ohne Programm ging es dann ab Montag mit dem sechstägigen Programm los. Jeden Morgen versammelten sich alle unter 18- Jährigen unter einem großen Zelt, um die tägliche Bibelstelle von einem sehr aufgeschlossenen Bruder des dort ansässigen Mönchsordens bildhaft und spielerisch in ihre Bestandteile zu zerlegen und daraus eine Interpretation ziehen zu können. Im Anschluss ging es in Kleingruppen, bestehend aus etwa zehn Jugendlichen und einem Gruppenleiter, weiter. Hier wurde dann noch über den Bibeltext hinaus offen über den Glauben und die Gemeinschaft im eigenen Leben gesprochen. Ziel dessen war es, sich international auszutauschen und auch mit Jugendlichen aus anderen Ländern in den Kontakt zu kommen, was auch sehr gut gelang. Nach dem sehr simpel gehaltenen, jedoch gut ausreichenden Mittagessen gab es nachmittags in der Regel wieder ein Treffen mit der eigenen Kleingruppe. Diese Treffen waren immer sehr vielseitig: Von Sanitäranlagen reinigen über Bauernhof besuchen bis hin zum einfachen gemeinsamen Kartenspielen war alles dabei. Spätnachmittags wurden dann immer freiwillige und sehr abwechslungsreiche Workshops angeboten. Es gab z.B. Präsentationen von kirchlich aktiven jungen Erwachsenen aus Mittel- und Südamerika über die aktuelle Lage ihres Landes und dessen Beziehung zum Christentum und ländliche kenianische Volkstänze und -gesänge gab es auch zum Bewundern. Darüber hinaus konnte man auch an Gesangstrainings oder einem Treffen mit einem Mönch in einem sehr schönen Garten teilnehmen. Nach dem Abendessen gab es dann den dritten und letzten Gottesdienst des Tages in einer riesigen Kirche mit sehr schönen Fenstern und sehr angenehmer Beleuchtung. Jeder dieser Gottesdienste bestand beinahe nur aus Gesängen, aber auch eine kleine Bibelvorlesung auf mehreren Sprachen und sogar eine etwa zehnminütige Stille zur persönlichen Reflexion war dabei. Sehr erstaunenswert war es, dass die Gesänge am Ende jedes Gottesdienstes kein klares Ende hatten. Somit konnte man sogar noch um 4 Uhr morgens in die Kirche gehen und Gesängen mitsamt Besuchern, die ihre eigenen Instrumente mitgebracht hatten, zuhören, was eine unbeschreibliche Atmosphäre schaffte, besonders bei den doch sehr unerwartet kühlen Nächten draußen mit 13°C.
Abschließend lässt sich nur ein riesiger Dank im Namen aller Teilnehmer an Frau Fichter für die Organisation dieser unvergesslichen Reise aussprechen und hoffentlich wird die Taizéfahrt kommendes Jahr wieder angeboten.