Studienfahrt Weimar 2019 - Bericht

Alles begann am Montag, den 15.07. Wir, 13 Schüler/innen, trafen uns am frühen Mittag am Busbahnhof in Kornwestheim, wo die zwei Begleitlehrer, Herr Wanner und Frau Friedrich, die kurzfristig noch für Frau Rudolph eingesprungen ist, bereits auf uns warteten. Nach einiger ungeduldigen Warterei war es dann endlich soweit: unser Flixbus kam und nahm uns auf eine 5-stündige Fahrt nach Weimar, Thüringen mit. Als wir dann endlich gegen sechs Uhr abends ankamen, mussten wir noch eine kleine Strecke zu Fuß zurücklegen, um zu unserem Hostel zu gelangen und uns dort in unseren dreier oder vierer Zimmern einzurichten. Doch der Tag war noch längst nicht vorbei, denn nachdem wir zu Abend gegessen haben, begann um halb acht unsere 90-minütige Stadtführung am Theaterplatz beim bekannten Goethe- und Schiller-Denkmal. Somit sahen wir bereits am ersten Tag sehr viel von der überschaubaren, aber schönen Stadt und lernten auch einiges über die Persönlichkeiten, die einst hier gelebt haben. Nach der Führung hatten wir die Gelegenheit, die Innenstadt Weimars auf eigene Faust zu erkunden, bevor wir um Mitternacht zurück im Hostel sein mussten.

Am nächsten Tag ging es dann nach einem stärkenden Frühstück zurück in die Innenstadt. Als Erstes führte uns ein kleiner Spaziergang durch den Park an der Ilm zu Goethes Gartenhaus, wo wir in kleinen Gruppen den Garten bewunderten und das kleine Haus besichtigten. Danach ging es weiter zum Wohnhaus und Nationalmuseum des Dichters, welches sich auch als Zufluchtsort vor dem kalten Wetter erwies. Dort bekamen wir zum Teil eine Führung und lernten viele Details über das Leben Goethes kennen, wie zum Beispiel, dass er täglich zwei Liter Wein trank oder sich sehr von Krankheiten und dem Tod fernhielt. Nach einer kurzen Pause setzten wir unsere Führung in Schillers Wohnhaus fort, welches nur eine Straße weiter lag. Der Rest des Tages stand uns dann zur freien Verfügung.

Der dritte Tag unterschied sich von den anderen und war von einer eher bedrückten Stimmung geprägt, denn wir besuchten das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald, welches nur einige Minuten von Weimar entfernt liegt. Dort bekamen wir eine ausführliche Führung, bei der unser Wissen erweitert und uns die grausamen Umstände nähergebracht wurden. Unser Besuch dort gipfelte in der Besichtigung eines Krematoriums und endete mit einem Film. Auf der Rückfahrt waren wir immer noch ziemlich erfasst von der Stimmung im KZ und verarbeiteten unsere Eindrücke, doch das änderte sich recht schnell, als wir nach einem schnellen Einkauf im Park ein Picknick veranstalteten und einen kleinen Spaziergang zum Römischen Haus mit einigen Umwegen daran anschlossen. Auch an diesem Tag gestalteten wir den Nachmittag und Abend in kleinen Gruppen nach unseren eigenen Wünschen.

Unseren letzten Tag der Studienfahrt starteten wir mit dem Besuch der Anna Amalia Bibliothek in der Innenstadt. Die Audioguide-Tour führte uns zum Rokokosaal, der das Highlight dieser Bibliothek ist und informierte uns außerdem über den Brand, der 2004 sehr viele der dort ausgestellten alten Bücher und Teile des Saals zerstört hat, sowie über die Restaurationsfolgen. Ein kleiner Spaziergang durch die Stadt brachte uns danach zum historischen Friedhof Weimars, wo sich die Fürstengruft befindet, in der einige bekannte Persönlichkeiten begraben liegen, wie Goethe, Schiller (wenn auch nur sein Sarg) oder Herzog Karl August. Unser letzter Programmpunkt führte uns dann nach einer Mittagspause zum Bauhausmuseum, wo wir ebenfalls eine interessante Führung bekamen. Danach hatten wir ein letztes Mal die Gelegenheit Weimar unsicher zu machen, bevor wir zurück ins Hostel gingen und es auch schon wieder Zeit war die Koffer zu packen. Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück auch gleich wieder zurück zum Bus, der uns zwar erschöpft, aber glücklich und voller neuer Erinnerungen sicher nach Hause brachte.

Martha Szczecinski (11)