Jugendbegegnung in Verdun vom 13. bis 15. September 2019 (https://flg-asperg.de/node/11598)

An dem verlängerten Wochenende fand eine deutsch-französische Begegnung mit jeweils sieben Jugendlichen aus Asperg, Verdun und Lure in Verdun statt.

Michel Hug, der Abteilungsleiter der CEPS-AHSSEA in Lure, hatte das Projekt ins Leben gerufen und gemeinsam mit Stéphane Lecœur von der AMP und den jeweiligen Jugendsozialarbeitern umgesetzt. Schülerinnen und Schüler des Friedrich-List-Gymnasiums hatten die Gelegenheit, ebenfalls an dem Treffen teilzunehmen. Ziel dieses Treffens war es, das interkulturelle Verständnis, Respekt und Toleranz auf Basis unserer gemeinsamen Geschichte zu fördern. Finanziert wurde das Projekt zum Großteil vom Französischen Staat, dem Département Haute-Saône und den Städten Lure und Asperg.

Die Jugendlichen aus Lure, die das Lycée Colomb de Lure besuchen und überwiegend aus dem Stadtviertel Mortard in Lure stammen, waren mit den Schülerinnen und Schülern des Friedrich-List-Gymnasiums auf einem Campingplatz in Verdun untergebracht. Bei gemeinsamen Unternehmungen stießen dann noch die Jugendlichen aus Verdun dazu.

Nachdem die Asperger Schülerinnen und Schüler mit ihren Begleitlehrern am Mittag in Verdun angekommen waren, bot sich die Gelegenheit, die Stadt Verdun zu erkunden, bevor die Mobilehomes auf dem Campingplatz bezogen wurden und sich die Gruppe am Abend nach der offiziellen Begrüßung in den Jugendräumen von Verdun auf den Weg in ein nahegelegenes Dorf machte. Dort wurde man mit einem malischen Essen empfangen.

Am Samstag brachen alle gemeinsam nach einem reichhaltigen französischen Frühstück zum Fort de Troyon auf, wo alle mithalfen, Stühle und Tische für eine Jubiläumsfeier aufzustellen. Nach einem gemeinsamen Barbecue ging es am Nachmittag weiter zum deutschen Soldatenfriedhof von Consenvoye und dem Beinhaus von Douaumont. Im Anschluss stand noch das Mémorial de Verdun, ein Museum, in dem das Schicksal der deutschen und französischen Frontsoldaten anschaulich dargestellt wird, auf dem Programm. Den Tag ließen die Jugendlichen dann in der „Camaraderie“ von Verdun, einem Jugendclub, ausklingen.

Insgesamt waren die drei Tage eine interessante und gewinnbringende Erfahrung. Die schrecklichen Bilder des Krieges und die allgegenwärtigen Spuren, die dieser immer noch sichtbar in der Landschaft hinterlassen hat, waren dabei ebenso eindrücklich wie die Begegnung mit den Menschen und deren Herzlichkeit und Gastfreundschaft.

Schön, dass es heute möglich ist, sich an diesem geschichtsträchtigen Ort unvoreingenommen gegenüberzustehen und durch Erinnerungsarbeit und Austausch dafür zu sorgen, dass sich dieser schreckliche Teil der deutsch-französischen Geschichte nicht wiederholt.

C. Denfeld

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