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Gesundheitsförderung

Gesundheitliche Risiken körperlicher oder psychischer Natur, Suchtmittelmissbrauch und Gewaltvorkommnisse wirken in die Schulen hinein und machen es erforderlich, dass Schulen mit gesundheitsförderlichen und präventiven Maßnahmen reagieren. Es ist die Aufgabe jeder Lehrerin und jedes Lehrers, die Schülerinnen und Schüler in Zusammenarbeit mit den Eltern in ihrer individuellen Entwicklung hin zu körperlich und seelisch gesunden sowie sozial kompetenten Personen zu unterstützen.

Diese Aufgabe nehmen wir am FLG sehr ernst. An unserer Schule sind die gesundheitsförderlichen und präventiven Maßnahmen in das Sozialcurriculum eingebunden. Sie sind verbindlich für die jeweiligen Klassenstufen eingeführt und curricular aufeinander aufgebaut, um so die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler systematisch und nachhaltig zu fördern und ihnen zu helfen, sich im Laufe ihrer Schulzeit zu starken Persönlichkeiten zu entwickeln.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Gesundheitsförderung und Präventionsarbeit an unserer Schule umfassen die Bereiche Medienerziehung, Gewaltprävention, Suchtprävention, Bewegung und Ernährung.
Realisiert werden diese Maßnahmen von den Lehrerinnen und Lehrern des FLGs in enger Zusammenarbeit mit dem Schulsozialarbeiter Tobias Keller und seiner Kollegin Eva-Maria Weck, Herrn Linder von Chillout (der Jugend- und Drogenberatung der Caritas im Landkreis Ludwigsburg) sowie weiteren freien Referenten.

Im Folgenden werden die fünf Bereiche der Gesundheitsförderung und Präventionsarbeit am FLG näher ausgeführt:

1.) Medienerziehung

Im Zuge der Bildungsplanreform wurde die Medienerziehung im neuen Bildungsplan als eine Leitperspektive verankert und in den Klassen 5 gibt es nun einen eigenständigen Einführungskurs in die Medienbildung.

Darüber hinaus findet in Klasse 5 der Workshop „Ich bin on“ zu den Themen WhatsApp und Gruppenchats statt. Dabei setzen sich die Kinder mit den Themen Privatsphäre und Datenschutz auseinander und erfahren mehr über Handlungsmöglichkeiten bei Online-Konflikten bis hin zu Cybermobbing.

In den Klassen 6 und 8 wird das Thema erneut aufgegriffen. Während der Schwerpunkt bei dem Workshop „Social Media“ in Klasse 6 auf den Chancen und Gefahren des Internets/der sozialen Netzwerke für Kinder und Jugendliche liegt, durchlaufen die Schülerinnen und Schüler in Klasse 8 den „Medienparcours Parallele Welten“, in dem sie sich mit dem eigenen Medien-Nutzungsverhalten kritisch auseinandersetzen.

2.) Gewaltprävention

Bereits ab Klasse 5 wird am FLG der Klassenrat praktiziert. Der Klassenrat ist eine regelmäßig stattfindende Gesprächsrunde, in der sich die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit dem Klassenlehrer mit konkreten Anliegen der Klassengemeinschaft beschäftigen und zusammen Lösungen erarbeiten. Die Kommunikationsfähigkeiten und Sozialkompetenzen der Schülerinnen und Schüler werden hierbei gestärkt und ein Verständnis für Demokratie schon von klein auf aufgebaut.

In den Klassen 5 und 6 können die Schüler über einen längeren Zeitraum hinweg an einem SelbsTbehaUPtungStraining, kurz STUPS, teilnehmen. STUPS sensibilisiert die Kinder für ihre Gefühle und Befindlichkeiten, indem sie lernen, diese wahrzunehmen und situationsadäquat auszudrücken. Das Ziel ist die positive Beeinflussung und Stärkung des Selbst-Konzepts der Kinder bezüglich ihrer personalen Kompetenzen. Die Kinder lernen hier Strategien zur Konfliktbewältigung, besonders in Gefahrensituationen.

Auch die Streitschlichter, ausgebildete Mediatoren ab Klasse 9, die als unparteiischer Dritter bei Konfliktlösungen behilflich sind, und die „10 Regeln für fairen Umgang miteinander“ leisten einen Beitrag zur Gewaltprävention am FLG.

Weitere Maßnahmen in diesem Bereich sind z.B. die Kennenlernaktion, das mit den neuen Fünftklässlern in ihrer ersten Schulwoche am FLG durchgeführt wird. Es dient dem besseren Kennenlernen der neuen Mitschüler/-innen, der (zum Teil neuen) Gemeinde sowie der Schulsozialpädagogik, dem Jugendhaus und der Polizei. In den Klassen 6 und 9 sollen die Klassengemeinschaft und die Kommunikationsfähigkeit innerhalb der Klasse durch erlebnispädagogische Übungen gestärkt werden. Das Bully-Theater, ein interaktives Theaterstück, das zielgerichtet gegen Mobbing eingesetzt werden kann, wird in Klasse 8 durchgeführt. Dieses Stück wird von Schülern verschiedener Asperger Schulen unter Leitung der Schulsozialarbeiter einstudiert.

3.) Suchtprävention

Neben der Suchtprävention, die im regulären Unterricht, z.B. in Biologie oder in Religion stattfindet, werden am FLG in Klasse 7 und 9 konkrete Maßnahmen von Chillout, der Jugend- und Drogenberatung der Caritas, durchgeführt. Eine von einem Elternabend begleitete Aktion zur Suchtprävention mit dem Schwerpunkt Rauchen und Alkohol wird in Form eines Planspiels in Klasse 7 durchgeführt. In Klasse 9 findet eine darauf aufbauende, weiterführende Maßnahme zur Suchtprävention statt.

4.) Bewegung

Die Gesundheitsförderung im Bereich Bewegung findet naturgemäß vor allem im Sportunterricht und in den nachmittags angebotenen Sport-AGs statt. Darüber hinaus organisiert die Fachschaft Sport in Zusammenarbeit mit der SMV einen Sporttag, an dem alle Klassenstufen teilnehmen. Weiterhin haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in den Pausen und in Freistunden Sportgeräte auszuleihen, um diese unterrichtsfreien Zeiten körperlich aktiv und mit Freude an der Bewegung verbringen zu können. Diese bewegten Pausen helfen den Schülerinnen und Schülern, ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachzukommen und so konzentrierter am Unterricht teilnehmen zu können.

5.) Ernährung

Die Ernährung ist im Unterricht vor allem im Fach Biologie ein Thema. Dazu ergänzend führen die Biologielehrer in den Klassen 5 und 6 eine Exkursion ins Ernährungszentrum nach Ludwigsburg durch mit dem Ziel, das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung zu stärken. Das Thema Ernährung steht auch dann im Fokus, wenn die SMV an verschiedenen Tagen im Schuljahr eine Salatbar organisiert. In den Klassenstufen 6 und 8 werden mit den Schülerinnen Elemente des Programms „Bauchgefühl“ durchgeführt. Dabei liegt der Schwerpunkt in Klassenstufe 6 auf der Förderung und Erhaltung eines gesunden Essverhaltens, der Stärkung und Stabilisierung des allgemeinen Selbstwertgefühls, der Entwicklung einer positiven Einstellung gegenüber dem eigenen Körper sowie dem Umgang mit Stress und Trauer. In Klassenstufe 8 wird darauf aufgebaut, allerdings liegt der Schwerpunkt hier mehr auf der Identitätsfindung sowie der Information über Essstörungen und Beratungsstellen.

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