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Zukunftswerkstätten: Neues am FLG im Neuen Jahr

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebes Kollegium am FLG,

zum Neuen Jahr begrüße ich alle ganz herzlich und wünsche allen ein gelingendes 2019!

Mittwoch, der 23. Januar 2019, wird ein Novum für die Schülerinnen und Schüler des FLG darstellen. Sie werden im Rahmen von Zukunftswerkstätten dazu aufgerufen, Ideen zur Weiterentwicklung des FLG zu entwickeln und darzustellen. Die Zielsetzung dabei ist eine mehrfache: die Schülerinnen und Schüler sollen die Schule als gestaltbar erleben, sie sollen eigene Ideen entwickeln und dadurch soll ihre Identifikation mit dem FLG intensiviert werden, sie sollen zudem Mitbestimmung in der Schule als Teil der Demokratieerziehung erleben. Das Spektrum der Ideen kann dabei reichen von kleinen und sehr machbaren Ideen bis hin zu großen, die erst noch geprüft und deren Umsetzung mittelfristig geplant werden muss. Insgesamt gilt das Motto „Think Big“. Thematisch dürfen die Schüler sich zu Fragen der Mitgestaltung am Schulleben äußern, zu baulichen und gestalterischen Dingen, zur Ausstattung, zu Aktivitäten außerhalb des Unterrichts. Nicht ausgeschlossen auch, jedoch nicht im Zentrum der Ideenfindung, sind Vorschläge zur Unterrichtsgestaltung.

Damit die Werkstätten in den einzelnen Klassen gut moderiert werden, erhalten die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 11 und 12 eine Vorbereitung, bei der sie das Handwerkszeug der Moderation vermittelt bekommen. Denn in einer ersten Runde werden in den einzelnen Klassen die Ideen gesammelt, komprimiert und dann die besten ausgewählt, die den anderen Klassen vorgestellt werden. In einem zweiten großen Schritt finden dann Präsentationen in den drei Stufen (5./6. Klasse, 7./8. Klasse, 9./10. Klasse) statt, denen ebenfalls eine Phase der Bewertung folgen wird.

Am Ende des Vormittags, an dem der normale Unterricht entfällt, stehen dann für die 3 Stufen 3 „Hitlisten“ der Ideen fest, an denen in der Folge weitergearbeitet wird. Je nachdem, ob die Schülerschaft in eigener Zuständigkeit die Ideen weiterentwickeln kann und will, oder ob es dazu der Unterstützung von Lehrer- oder Elternseite bedarf, werden die Projekte entsprechend weiterverfolgt. (Siehe auch den Fahrplan am Ende.)

Eine der Fragen im Vorfeld: wie verhindern wir illusorische Ideen?

Zunächst einmal sollten die Klassen aus der Vielzahl der Ideen diejenigen auswählen, die sie den Mitschülern präsentieren möchte. Da scheiden vielleicht schon die spleenigsten Sachen aus. Dann gibt es eine zweite Bewertungsrunde, in der möglicherweise allzu illusorische Ideen verworfen werden. Und sollten dennoch Ideen auf der Hitliste auftauchen, die vermeintlich den Horizont des Machbaren überschreiten, dann wäre zu prüfen, wie man auf geeignete Weise den darin formulierten Vorstellungen kleinschrittig näherkommt. Ein wenig utopischer Überschuss darf schon sein.

Eine weitere Frage: und wie geht es weiter?

Das hängt sehr davon ab, wie realistisch, wie genau und wie schnell oder weniger schnell umsetzbar Ideen sind. Es müssen zunächst die gesamten Hitlisten gesichtet werden und ggf. Zusammengehöriges gebündelt werden, so dass daraus kompakte „Projekte“ entstehen können. Den Schülerinnen und Schülern kommt bei der Umsetzung eine aktive Rolle zu.

Eine dritte Frage: wie hängen Zukunftswerkstätten und Schulentwicklung zusammen?

Auf jeden Fall werden die Ergebnisse einfließen in die Gestaltung des Pädagogischen Tages am Schuljahresende. Dieser Tag wird bestimmt von der großen Fragestellung: welche Schule wollen wir sein, wie soll unser Bildungsangebot, unser pädagogisches Profil aussehen? Das Hauptaugenmerk wird daher auf der pädagogischen Ausrichtung liegen. Diese wird nur partiell von den Zukunftswerkstätten tangiert, mit einer Einschränkung: Demokratieerziehung muss ein wesentliches Merkmal unserer Arbeit sein. Und in die Vorbereitung dieses Tages sind alle drei relevanten Gruppen am FLG eingebunden.

Bereits jetzt danke ich schon einmal ganz herzlich Herrn Keller und Herrn Grottenthaler, die die Vorbereitung dieser Werkstätten mit Konzepten, Ideen, kritischen Hinweisen sowie bester Kommunikation in die Gremien hinein sehr intensiv begleitet haben.

Ich weiß, es ist ein Experiment mit ungewissem Ausgang und wir werden allesamt aufatmen, wenn alles gut gegangen sein wird. Wir möchten eine weiterhin lebendige Schule sein. Das schließt ein, dass wir uns gerne von den Schülerinnen und Schülern überraschen lassen, am liebsten auch positiv.

In diesem Sinne wünsche ich den Zukunftswerkstätten gutes Gelingen!

Jürgen Stolle

 

Fahrplan:

Mittwoch, 9.1.Große Pause, U01/02Information der Klassenstufen 11 und 12 über ihre Rolle
Dienstag, 15.1.14.00 -17.00, U01/02; kleine Turnhalle FLGModerationstraining Klassenstufe 12 (Nachmittagsunterricht der Klasse 12 entfällt)
Montag, 21.1.14.00 -17.00, U01/02; kleine Turnhalle FLGModerationstraining Klassenstufe 11 (Nachmittagsunterricht der Klasse 11 entfällt)
Mittwoch, 23.1. Zukunftswerkstätten
 1. Stunde entfällt 
 8.40 – 10.30Ideenentwicklung in den Klassen; Klassenzimmer
 10.30 – 10.50Große Pause
 10.50 – 12.20Vorstellung der Ideen, stufenweise, sowie Bewertung, Erstellen der Hitlisten
5-6: Aula
7-8: U01/02
9-10: Rundsporthalle
 12.20Ende
 Ab 14.00Lernzeit wie gewohnt
Autor: 
J. Stolle
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