Felix' Aufenthalt in Arden (North Carolina, USA)

Arden 1

Nach einer relativ kurzfristigen Entscheidung mich für ein Stipendium bei ASSIST zu Bewerben erhielt ich dieses und hatte somit die Möglichkeit für ein Jahr nach Amerika in eine private High School zu gehen. Im zuge damit schrieb ich mehrere kleine Berichte für unsere örtliche kirchliche Zeitschrift, welche ich gerne teilen möchte:

Mittlerweile ist schon über ein Monat vergangen seit dem Antritt meiner Reise in die USA. Nach einem Stop in Boston für eine Orientation mit meiner Organisation ging es für mich und zwei weitere Stipendiaten weiter in Richtung Christ School. Dort angekommen wurden wir sofort herzlich Empfangen. Unser Advisor und sogar der headmaster von der Schule kamen zum Flughafen um uns abzuholen. Der Campus ,zu dem ein Footballfeld, ein Baseballfeld, zwei Fußballfelder und ein riesen Waldgebiet gehörten, hat mich sofort beeindruckt. Das einleben in das Schulleben dort ging für mich relativ schnell. Unterricht findet in kleinen Klassen statt und ist wesentlich angenehmer als in Deutschland. Die einzige Hürde die ich überwinden musste war die Sprachbarriere. Doch meiner Meinung nach hat das bis jetzt gut geklappt. Die Schule bietet jedoch auch außerhalb der Schulzeit sehr viel andere Sachen an. Jedes Wochenende gibt es verschiedene Trips und Angebote. Man kann in den Wallmart zum Einkaufen, sich sportlich betätigen mit Frisbeegolf usw. Was mir sehr gut hier gefällt ist die Gemeinschaft. Bei jeden Sportevent, sei es Fußball oder Football, kommen alle zusammen und feuern das Christ School Team an. Bis jetzt macht mir das Jahr viel Spaß und ich hoffe das wird auch so bleiben.

Über Thanksgiving zu Weihnachten

Wie von Beginn an verlief auch der Rest des Jahres 2014 gut in Amerika. Über Thanksgiving verbrachte ich die Ferien im tiefen Südens Amerika. Ganz genau in Alabama. Ganze neun Stunden hat die Fahrt mit dem Auto gedauert. Endlich angekommen konnte ich sofort meine langen Klamotten beiseitelegen, denn trotz Oktober war es angenehm warm. In Alabama hab ich mich ganz den Traditionen von Amerika hingegeben. Vom schießen einer Waffe zum reichlichen Thanksgivingessen mit der Familie. Ich kann mich auch als einer der wenigen Personen schätzen die sagen kann: "Ich fuhr Richtung Norden nach Florida". In der Tat gibt es einen winzigen Abschnitt unterhalb Floridas. Zurück in der Schule neigte sich das erste Semester dem Ende zu, was jedoch auch hieß, dass die Exams vor der Tür stehen. Das waren die letzten Prüfungen vor Weihnachten, weshalb fleißiges Lernen angesagt war. Die Exams erfolgreich hinter mich gebracht verbringe ich nun die Weihnachtsferien hier in North Carolina. Ich bin schon ganz gespannt wie Weihnachten in Amerika aussieht. Eins ist sicher. Das Klischee der übermäßig geschmückten Häuser stimmt.

Das neue Jahr

Über Neujahr habe ich wieder die Ferien bei einem Freund aus meiner Schule verbracht. Das war mein erster Jahreswechsel seit langem ohne Snowboarden. Stattessen waren wir am Strand. In Amerika ist es nicht üblich Feuerwerk zu schießen weshalb ich dieses Jahr nichts krachen lassen konnte. Dafür am 4. Juli wenn Amerika seine Unabhängigkeitstag hat. Schulisch hat sich nicht viel verändert. Meine Fächer nach dem Halbjahr sind weiterhin dieselben. Allerdings ist die Basketballsaison vorüber. Im Frühling habe ich mich dazu entschieden Tennis zu spielen. Ein großes Event dass im neuen Jahr stattfand war der Super Bowl. Das ist ein riesen Spektakel und der ganze Tag dreht sich nur um Football. Ich durfte über das Super Bowl Wochenende bei einem Freund bleiben und wir haben ihn gemeinsam gesehen. Einige Wochen später hatte ich wieder Ferien, nämlich Frühlinsferien. Die erste Woche habe ich in Peru verbracht. Dort haben wir Lima und Cusco besichtigt. Einen Tag haben wir uns auch frei genommen um zu einem der 7 Weltwunder zu gehen. Machupicchu. Es ist faszinierend wie die Inkas diese Stadt in den Bergen bauen konnten. Den Rest der Ferien habe ich bei dem selben Freund verbracht bei dem ich auch über Neujahr war. Ich hatte eine großartige Zeit doch leider ruft die Arbeit oder eher gesagt die Schule.

Es geht auf das Ende zu

Der ein oder andere mag es bestimmt schon gemerkt haben. Es ist Juli und das Schuljahresende rückt immer näher und somit auch die wohl verdienten Sommerferien. In Amerika jedoch haben die Schüler schon seit etwa einen Monat Ferien. Ja, das heißt dass auch ich schweren Herzes zurück in meine andere Heimat musste. Die letzten Monate meines Schuljahres in Amerika verflogen wie im Flug. Es hieß noch einige Male pauken, damit man dem Grundsatz "finish strong" auch gewachsen war. Mit dem Anfang des letzten Viertels hat sich auch mein Sport für den Frühling geändert. Ich hatte die Qual der Wahl zwischen Theater, Outdors, d.h. raus in die Wildnis zum Kajaken fischen usw., Baseball und Lacrosse. Letztendlich hab ich mich dann für Tennis endschieden, um schon einmal für die aufkommende Saison zu Hause zu trainieren. Ein großer Punkt der am Ende des Jahres stattgefunden hat war die Prom. Das ist sowas ähnliches wie ein Abschlussball. Jeder Schüler wurde mit seinem Date in Limousinen, die von der Schule gestellt wurden, abgeholt und zum Essen in einen Country Club gefahren. Anschließend ging es zurück in die Schule zum Tanz. Ich durfte auch eine Rede halten so wie jeder Senior im Laufe des Jahres, der die Schule verlassen würde. Dann kam Graduation Day. Ein sowohl fröhlicher als auch trauriger Tag. Es war ein großes Fest an dem die ganze Schule teilgenommen hat. Die 12. Klässler waren froh endlich ihre Abschlüsse in den Händen halten zu können, doch nun mussten sie sich auch von Lehrern und Freunden verabschieden. Dasselbe galt für mich. Es war eine gefühlte Ewigkeit mich bei jedem einzelnen zu verabschieden, wobei auch die ein oder andere Träne verdrückt worden war. Jetzt sitze ich wieder hier in meinem Zimmer, genieße meinen tollen alten Schultagablauf, den mir meine Rektorin noch vor den Ferien reingedrückt hat, und erinnere mich gerne zurück an die gute alte Zeit.

Felix J.S. Raithel