Aktion zum Weltaidstag 2004

Seit 1984 gilt der 1. Dezember als Tag der Solidarität gegenüber Menschen, die mit Aids und HIV leben, als der Tag, an dem man sich engagiert und Mut fasst; es ist ein Tag der Erinnerung daran, dass Aids ein sehr wichtiges Thema ist. Bereits zum dritten Mal fand deshalb am diesjährigen Monatsersten eine Aktion zum Weltaidstag in der großen Pause statt.

Bild entfernt. Stefan Schmidt, der sich seit Jahren für die Auseinandersetzung mit dem Thema Aids am Friedrich-List-Gymnasium einsetzt, hatte für dieses Jahr wieder mit einigen Schülerinnen und Schülern eine Vielzahl von Informationsmaterial im Voraus zusammengetragen. "Dieses Jahr war auch ein Junge in der Vorbereitungsgruppe dabei. Zum ersten Mal nach 3 Jahren wurde die reine Mädchengruppe gesprengt!" stellt Schmidt lachend fest. "Und es haben auch ein paar Schüler aus der 8. Klasse geholfen."

Die engagierten Schülerinnen und Schüler veranstalteten traditionsgemäß einen großen Kuchenverkauf, verteilten Broschüren und Aidsschleifen und stellten etliche bunt gestaltete Plakatwände in der Aula auf, die die Schüler über Dinge wie Verhütung oder den HI-Virus informieren.
Dabei wollte die Gruppe in diesem Jahr das Augenmerk besonders auf die Zustände in Afrika und Indien lenken. "In diesen Ländern herrschen dramatische Infektionsraten", erzählt Stefan Schmidt.

Bild entfernt. Aber auch in Deutschland sei Aufklärung wichtig. "Man darf nicht nachlassen mit den Bemühungen in der Jugend." In letzter Zeit sei ein sogenannter "Bareback"-Trend entstanden. "Bareback" ist ursprünglich ein Begriff aus der Reitersprache und bedeutet soviel wie "ohne Sattel"; ein Ausdruck, der den Geschlechtsverkehr ohne Kondom und ohne Rücksicht auf Risiken beschreibt. "Es ist ein Irrglaube, dass Aids heilbar ist", so Schmidt. Zwar gäbe es Medikamente, aber diese könnten die Lebenserwartung nur geringfügig verlängern und seien zudem mit vielen Nebenwirkungen behaftet.

Der Erlös des Kuchenverkaufs soll wie auch in den vergangenen Jahren an die Aidshilfe Stuttgart gespendet werden.

Vielen Dank an Stefan Schmidt und die verantwortlichen Schülerinnen und Schüler für das große Engagement.

Jones