Schüleraustausch mit Schweden - Schwedische Austauschschüler bringen den Frühling nach Asperg!

Die Woche vom 26.März bis zum 2.April 2004 wird den schwedischen und deutschen Schülerinnen und Schülern noch lange in Erinnerung bleiben. Traumhaftes Frühlingswetter, viele schöne Erlebnisse mit den Gastfamilien und in der Schule sowie ein reichhaltiges und attraktives Rahmenprogramm ließen den zweiten Austausch einer Schülergruppe aus Flen in Schweden mit Schülern des Friedrich-List-Gymnasiums in Asperg zu einem vollen Erfolg werden.

Bild entfernt. Mit unterschiedlichen Erwartungen und auch mit ein bisschen Scheu waren unsere schwedischen Gäste nach ihrem Flug von Stockholm mit dem Bus aus Frankfurt Hahn angereist und konnten pünktlich in die Gastfamilien verteilt werden. Nach dem Wochenende mit den deutschen Austauschpartnern und einem bunten individuellen Programm (VFB gegen Werder, Fernsehturm, Bietigheim-Bissingen, Konfirmation, Diskothek ...) hatten die schwedischen Schülerinnen und Schüler ihre Schüchternheit verloren und konnten sich in den Gastfamilien wie zu Hause fühlen. Für alle überraschend war die überall gemachte Feststellung, dass sich die schwedische und deutsche Mentalität sehr ähneln und sich so schnell persönliche und freundschaftliche Beziehungen entwickelten. Dieses harmonische und unkomplizierte Umgehen miteinander hat die Atmosphäre in unserer Austauschwoche geprägt und war für alle Beteiligten ein Gewinn.

Bild entfernt. Interessant waren die Besuche des Unterrichts zu Beginn der Woche, und dies nicht nur für die schwedischen Gastschüler. Immer wenn sich die Möglichkeit ergab, gemeinsam am Unterricht teilzunehmen, wechselte die Unterrichtssprache von deutsch auf englisch. Das war für Lehrer und Schüler eine Herausforderung. Bei einer Umfrage zur ethischen Komponente der Reproduktionsbiologie im Biologieunterricht der Klasse 12 ergaben sich interessante Ergebnisse. Mit Bravour haben die Teilnehmer des Seminarkurses am späten Montagnachmittag vor 40 Besuchern unseren schwedischen Gästen durchgängig in englisch ihre bisherigen Ergebnisse präsentiert. Dabei ist allen Vortragenden das Kunststück gelungen, nicht nur die Fremdsprache souverän zu meistern, sondern auch so komplizierte Themen wie grüne Gentechnik, DDT, Organtransplantation und Ebola verständlich und hervorragend zu präsentieren und visualisiert darzustellen. Kompliment!

Bild entfernt. Neben der Schule gab es ein vielfältiges Besuchsprogramm, das nach dem offiziellen Teil vor allem abends individuell erweitert wurde. Offiziell begrüßt wurden die Gäste am Montagmorgen von Herrn Bürgermeister Storer beim Besuch im Rathaus. Der Besuch eines Sinfoniekonzerts am Montagabend in der Liederhalle mit dem Staatsorchester und Schuberts C-Dur Sinfonie rundete den ersten Wochentag ab. Am Dienstag erlebten die Gäste ein weiteres Highlight mit einer Werksführung bei Porsche. Natürlich durfte auch München nicht fehlen. Gemeinsam mit den deutschen Schülern wurde eine englischsprachige Stadtführung absolviert, dann konnten die Schüler ihre eigene Wege in München gehen. Marienplatz, Viktualienmarkt und der eine oder andere Biergarten wurden besucht und einige der Jungen haben abends behauptet, dass sie mit den Mädchen in mindestens 20 Geschäften zum Einkaufen gewesen wären. Orginalzitat: "auch das Einkaufen hat Spaß gemacht"!

Am Donnerstag beförderte ein Regionalzug die Gäste und ihre Betreuer in 45 Minuten von Stuttgart nach Tübingen. Diese pulsierende und anheimelnde Studentenstadt war für viele der kulturelle Höhepunkt in dieser Woche. Der Ausblick vom Schloss in eine blühende Landschaft und auf die beeindruckende Altstadt wird vielen ebenso in guter Erinnerung bleiben wie der kurze Besuch im Rathaus am idyllischen Marktplatz. Der Stadtarchivar ermöglichte einen Besuch im großen Sitzungssaal und hatte einige Anekdoten zur Geschichte der Stadt auf Lager. Aus Zeitgründen war ein Besuch der Universität leider nicht möglich.

Bild entfernt. Auch am Freitagvormittag gab es bei einer interessanten Führung im Ludwigsburger Schloss viel für die Augen und Sinne. Obwohl es in Schweden viele schöne Schlösser gibt, waren unsere Gäste doch sichtlich beeindruckt von "unserem" Barockschloss vor der Haustür. Am gleichen Tag stand um 14.30 Uhr die Abreise bevor und es war nicht einfach, die schwedischen Gäste von ihren deutschen Austauschpartnern loszureißen und in den Bus zu bewegen. Die beigefügten Bilder sprechen für sich selber.
Ein Trost bleibt: Vom 8. bis zum 15. Mai sehen wir uns wieder in der Heimat unserer schwedischen Gäste. Wir freuen uns auf Flen, Stockholm, Mariefred mit Schloss Gripsholm und vor allem auf unsere Austauschpartner!