Sechstklässler führen Oper auf

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Es war ein anspruchsvolles Projekt, das sich Musiklehrer Achim Meyer mit den Klassen 6b und 6c vorgenommen hatte: Er wollte mit seinen beiden Musikklassen eine Oper aufführen.

Dafür schrieb er nicht nur das Libretto zu dem Märchen „Kalif Storch“, sondern komponierte auch die Musik dazu. Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen waren begeistert von dem Vorhaben und übten fleißig nach den Playback-CDs, die ihnen ihr Musiklehrer erstellt hatte.

So war es kein Wunder, dass auch die zahlreichen Zuschauer bei den beiden Vorstellungen am 15.6. und 17.6.2010 in der Aula des Gymnasiums von der Leistung der jungen Sängerinnen und Sänger sehr beeindruckt waren. Denn es war keineswegs immer leicht eingängige oder leicht zu singende Musik, die ihr Lehrer komponiert hatte. Die märchenhafte orientalische Stimmung des „Kalif Storch“ wurde in der Musik ebenso wie in den farbenprächtigen Gewändern stimmungsvoll vermittelt. Achim Meyer bedankte sich auch besonders bei den Müttern der Darsteller für ihre kreative Mithilfe bei den Kostümen.

 

Auch die Kulissen hatten die beiden Klassen im Kunstunterricht unter der Anleitung von Nina Dengler und Günther Sommer selbst erstellt. Zur Begleitung hatte Achim Meyer mit Sebastian Eberhardt, der ihn bei der Durchführung des Projektes sehr unterstützte, ein kleines Orchester zusammengestellt. Die Abiturientinnen Randi Weil, Lea Vogel und Luisa Kupka hatten die Zeit gefunden, mit jeweils fünf Schülerinnen jeder Klasse einen orientalisch anmutenden Tanz einzustudieren.

Was die Eltern, Geschwister, Omas und Opas aber besonders freute, war die Tatsache, dass bei den beiden Vorstellungen jeweils der gesamte Klassenverband eine Rolle gefunden hatte. So wurden die Hauptrollen des Kalifen, des Großwesirs oder der Prinzessin auf mehrere Sängerinnen und Sänger aufgeteilt, die sich ablösten. Andere hatten auch Rezitativpassagen im „Sprechgesang“. Und natürlich vereinigten sich alle bei den großen Chorszenen. So hatte jeder Schüler und jede Schülerin eine Aufgabe und konnte zum Gelingen dieser Oper beitragen.

Ein begeisterter Beifall und großzügige Spenden am Ausgang belohnte die Beteiligten und vor allem ihren Lehrer Achim Meyer für ihren Mut und die Mühe, die sie in das Projekt gesteckt hatten. Der Erlös wird vollumfänglich dafür verwendet, die hohen Unkosten, die durch die Headsets und das technisch aufwendige Equipment entstanden sind, zu tragen.

Autor: 
Frau Hofmeister