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Startseite ›Lampenfieber oder die Chance eine Oper zu singen
Am 15. und 17. Juni führen die Klassen 6b und 6c des Friedrich-List-Gymnasiums in Asperg die Märchenoper „Kalif Storch“ auf.
„Eigentlich freue ich mich schon riesig auf die Aufführung, wenn ich nur nicht immer so aufgeregt wäre...”, verrät Franziska. Auch anderen Schülern aus den Klassen 6b und 6c des Friedrich-List-Gymnasiums in Asperg geht es ähnlich. Doch viele sind jeden Tag fleißig am Üben. Und es ist in der Tat eine große Sache, die ihr Musiklehrer Achim Meyer Mitte Juni vorhat. Er komponierte für seine Schüler eine Märchenoper zu Wilhelm Hauffs Märchen „Kalif Storch”.
Anfang des Schuljahres hatte er sich überlegt, mit seinen beiden sechsten Klassen ein kleines Musical aufzuführen. Es sollte jedoch etwas Besonderes sein, denn selbstverständlich müssten alle Schüler jeder Klasse mitmachen können. Die meisten Musicals bestehen jedoch aus Dialogen und in die Handlung eingeschobenen Songs für die Hauptpersonen. Aber eigentlich war ihm das Singen das Wichtigste. Daher fand er die Idee reizvoll, selbst etwas zu schreiben. Es sollte eine Oper werden, so richtig mit Rezitativen und Arien. Gesagt – getan. Und es ist nicht die erste Komposition von Achim Meyer. Erst letztes Jahr wurde seine „Romantische Jazzmesse“, die er mit seinem Chor „Salt’n Peppers“ aus Murr mehrfach aufgeführt hat, begeistert aufgenommen. Er machte sich also ans Werk und schrieb ausgehend von Hauffs Märchen zuerst das Libretto.
„Seit uns Herr Meyer von seiner Idee mit der Märchenoper erzählt hatte, haben wir jede Stunde gefragt, wann es denn endlich losgehen würde. Doch er hat uns viele Unterrichtsstunden vertröstet“, meint Elena aus der Klasse 6b. Nach Weihnachten ging es dann endlich los. „Herr Meyer brachte uns die ersten Noten der Oper mit: das Eröffnungsstück und die ersten Rezitative“, erzählt Niklas. „Das war etwas ganz Neues für uns, aber es hat Spaß gemacht!“
„Jeden Tag sollten wir fünf bis zehn Minuten üben. Aber meistens singe ich länger. Oftmals wird es eine halbe Stunde oder mehr“, berichtet Sarah. Doch es ist noch ein ganzes Stück Arbeit bis zur Aufführung. Und dabei bleiben nur noch wenige Wochen. „Ich glaube, das wird spitze werden!“, meint Herr Meyer. Er wünscht sich, dass viele Leute zu den beiden Aufführungen kommen werden, damit sich der riesige Aufwand auch lohnt.
Die beiden Aufführungen von „Kalif Storch“ finden am Dienstag, dem 15. Juni, und am Donnerstag, dem 17. Juni jeweils um 16.30 Uhr in der Aula des Friedrich-List-Gymnasiums in Asperg statt. Der Eintritt ist frei, es wird jedoch um eine Spende zur Deckung der Unkosten gebeten.
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