Musik und Tanz in der Stadthalle
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„Das war eine tolle Show, die dieses Schulkonzert geboten hat!“ So die einhellige Meinung am Donnerstagabend, den 16. März 2006, in der Asperger Stadthalle.
Tatsächlich enthielt diese abwechslungsreiche Vorstellung viele Showelemente: Da gab es außer den verschiedenen Instrumentalgruppen und Orchestern des Friedrich-List-Gymnasiums bravouröse solistische Auftritte und vielfältige Tanzeinlagen, die durch die Jahrhunderte und durch die Kulturen führten und auch humoristische Elemente enthielten. Wo sonst wird wohl ein Musiklehrer „erschossen“??
Gleich zu Beginn überraschte das große Orchester aus Streichern und Bläsern mit einem „pompösen“ Entree von Purcell, Mozart und Bach. Gleichzeitig bot sich dem Publikum auch ein optischer Genuss. Denn auf der Bühne boten Tänzerinnen und Tänzer in prachtvollen barocken Kostümen zu den Klängen des Orchesters alte Tänze dar wie Menuett und Gavotte. Erstaunlich war die Verwandlung der modernen Jugendlichen zu barocken Tänzerinnen und Tänzern mit höfischer Anmut und gesitteter Grazie.
Der Elfenchor führte mit schottischem, afrikanischem und spanischem Liedgut zurück zu etwas neueren Zeiten. Er wurde dabei von Birgit Gaiser (Kl.12) auf der Querflöte begleitet. Weitere Auftritte des Streichorchesters, des Bläserensembles, des Unterstufen- und des Oberstufenchors griffen das allumfassende Thema Tanz wieder auf und zeigten es in vielen Variationen. Urs Grupp (Kl.10) riss mit der ungarischen Zigeunermusik „Csardas“ auf seiner Violine das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.
Dazwischen wurde immer wieder getanzt: als Stepptanz „In the Rain“, als „Lord of the Dance“ in der irischen Form des Stepptanzes, als verführerischer Jazz Dance nach dem Musical „Chicago“, als klassisches Ballett mit Spitzentanz, als Modern Dance oder als HipHop im Stil von Michael Jackson. Weitere bunte Farbkleckse boten eine Mädchengruppe in prachtvollen Gewändern mit türkischer Folklore und Katharina Krickl (Kl.12) als Bauchtänzerin. Besonders viel Beifall erhielt auch der Sport- und Religionslehrer Tobias Herrmann mit seinem Auftritt als Roboter in „Electric People“. Sein imaginärer Kampf mit einem Aktenkoffer, der sich offenbar nicht bewegen ließ, und an der „Glasscheibe“ entlang begeisterte die Anwesenden ebenso wie sein Mut zu diesem tollen Auftritt vor Schülern und Eltern.
So vergingen die zwei Sunden nur zu schnell, als alle Beteiligte dieses Abends sich zu dem abschließenden „Brazil“ vereinigten und die Stadthalle im Samba-Rhythmus erbebte. Akteure und Zuschauer nahmen diese beschwingte südamerikanische Stimmung nach einem vielseitigen und anregenden Abend gerne mit nach Hause.
Erwähnenswert ist auch, dass die Ideen und vielfältigen choreographischen Einstudierungen zumeist von den Schülerinnen und Schülern selbst stammten, ganz besonders von Daniela Berg, Nina Hirschmann und Anja Rubrik sowie von Katharina Krickl und Ecem Öskay. Die musikalische Leitung teilten sich in diesem Jahr die drei Musiklehrer Tiloudin Anjarwalla, Ralf Ellinger und Gerhard Noé, der wie immer für den Gesamtablauf verantwortlich war.
